Böse Bauernsprüche für jeden Tag © Dietmar Bittrich 2005
- Jänner darf nicht vor Kälte knarren, willst eine Leiche du verscharren.
- Heilige Sankt Dorothee! Bringe Freude mir, dem Nachbarn Weh!
- Bleibt der Februar kalt und rau, nimm’s mit der Steuer nicht genau.
- Bei Eis sei sparsam mit dem Salz, dann bricht sich wer den Schenkelhals.
- Die beste Zeit für Rückenschmerz ist und bleibt der Monat März.
- Bauen im April die Schwalben, muss die Magd im Winter kalben.
- Trockener Mai, Bettchen nass, gehört sich nimmer, merk dir das.
- Soll aus dem Ei ein Huhn geraten, darfst du es nicht zu lange braten.
- Wenn Blumen Nachbars Beete zieren, musst du es mit Gift probieren.
- Weht warmer Wind an Rosamunden, nimmt deine Frau beim Schäfer Stunden.

- Bevor’s bei deiner Tante brennt, fälsche geschwind ihr Testament.
- Vergräbst im Garten du den Hund, werden die Blumen doppelt bunt.
- Wenn’s wettert um Sankt Emmeran, zünd’ deines Nachbarn Scheune an
- Hörst du bei Nacht die Flöhe husten, versuch sie aus dem Bett zu pusten.
- Merk dir: In flachen Vogeltränken kannst keine Leiche du versenken.
- Sprosst aus Mutters Grab ein Keim, bring sie zurück ins Altersheim.
- Bilden in deinem Bett sich Pfützen, wird auch der Hinweis „Herbst“ nichts nützen
- Wenn auf Sankt Gertrud Regen fällt, verdienst du alles, nur kein Geld.
- Was deinem Partner lieb und teuer, ergibt das schönste Osterfeuer.
- Wenn deine Nachbarin Knochen häckselt, hat’s ihren Mann mit Holz verwechselt.
- Quillt dein Holzbein auf bei Regen, musst du es etwas kleiner sägen.

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