| Er sieht genauso aus wie der liebe gute Weihnachtsmann. Mit rotem Mantel, weißem Bart und weißem Haar. Fast genauso. Irgendwie spürt man, daß er echter ist. Und tatsächlich ist er der wahre Weihnachtsmann. Der böse Weihnachtsmann. Der, den es immer schon gegeben hat, lange vor Kommerz und Kitsch. Jetzt ist er zurückgekommen, mit seiner Rute, seinen Streichen, seinem Witz. Weihnachten ist eine Zeit, in der viel schiefgehen kann. Er sorgt dafür, daß es auch wirklich schiefgeht. Er durchkreuzt die süßen Feiern. Mischt Weihnachtsmärkte auf. Nietet Engel um. Stiftet Sängerknaben zu schrillen Tönen an. Bringt Zoff ins Kindermärchen. Schmuggelt freche Verse in holde Gedichte und rauhe Bosheiten auf liebe Grußkarten. Er füllt den Stollen mit gekochten Eiern und die Gans mit Halspastillen. |
Er wirft Pakete in den Schornstein und vertauscht Geschenke. Die Kinder wundern sich. Die Eltern noch mehr. Den Morgenmantel, den die Frau ihrem Liebhaber schenken wollte, überreicht er ihrem Ehemann. Immer taucht er dort auf, wo es besonders feierlich zugehen soll. Klar, daß er nebenbei die falschen Weihnachtsmänner entlarvt. In Wahrheit hat es nie einen anderen als ihn, den bösen Weihnachtsmann, gegeben. Dietmar Bittrich hat die Geschichte geschrieben, die wir immer schon erleben wollten. Die etwas andere Weihnachtsgeschichte. Die schräge, die boshafte, die freche. Sie eignet sich zum Vorlesen, zum Selberlesen - und obendrein zum Nachmachen. Am Ende erhält der Leser auch noch ein Geschenk. Eine echte Überraschung. Mit bestem Gruß vom bösen Weihnachtsmann. |